Betriebsentwicklung

 

Seit Jahrhunderten wird unsere Hofstelle bäuerlich bewirtschaftet und dort Ackerbau und Viehzucht betrieben, so wie es in unserer Region üblich ist. Die Rinderhaltung hat dabei immer eine wichtige Rolle gespielt. Die äußeren Gegebenheiten haben sich über die Jahre immer wieder verändert und die Bewirtschaftung hat sich weiterentwickelt – über Generationen und Jahrhunderte.

1600 ist folgender – für die Zeit typischer – Viehbestand in alten Steuerbüchern vermerkt:

"Leonhard Grueber zu Grueb auf
ainem Hohenburgischen Urbar
Urbarsrecht 90 Gulden, Steuer
2 Roß, 3 Kühe, 4 Jungrinder, 3 Schafe, 3 Lämmer"

 
 

Die Vielfalt und die kleinbäuerliche Struktur blieb lange bestehen. Die Höfe fungierten in damaliger Zeit als Selbstversorger. Als die Schafe den Hof verließen, kamen einige Schweine hinzu, wie es um 1900 in der Region oft üblich war. Trotz Stallhaltung ermöglichte die kleinbäuerliche Struktur sogar einen zeitweisen Freigang der Tiere, der diese oft in den angrenzenden, zum Hof gehörigen Wald führte.

In den 1970er Jahren folgte die Spezialisierung zur Bullenmast mit entsprechendem Ackerbau (Anbau von Mais und Getreide, vor allem Weizen). Bis zu 90 Bullen wurden in Gruppen unterschiedlicher Altersklassen gleichzeitig auf dem Hof gemästet.

Seit 2022 setzen wir nun als nächste Generation auf die Mutterkuhhaltung mit ausschließlicher ökologischer Bewirtschaftungsweise von Grünland. Den Rindern sind wir treu geblieben, nur die Rasse hat eine Veränderung erfahren und das vom Aussterben bedrohte Murnau-Werdenfelser-Rind hat Einzug auf unserem Hof in Grub gehalten.

 

Hofchronik

1265
Erste schriftliche Erwähnung von Grub


um 1538
Leonhard Gruber führt den Hof


um 1562
Sohn Paulus Gruber führt den Hof


um 1600
Sohn Leonhard Gruber führt den Hof


um 1647
Sohn Hans führt den Hof mit Ehefrau Catharina


um 1670
Sohn Stephan Gruber führt den Hof


um 1695
Sohn Georg Gruber führt den Hof mit Ehefrau Barbara


um 1728
Sohn Bartholomäus Gruber führt den Hof mit Ehefrau Elisabeth, geb. Frenauer


ab 1762
Sohn Anton Gruber führt den Hof mit Ehefrau Therese, geb. Lampl aus Moosham (Pfr. Kirchdorf)


ab 1809
Sohn Paulus Gruber (geb. 1773) führt den Hof mit Ehefrau Agatha, geb. Weinhuber (geb. 1794) aus Altrosenberg


ab 1846
Sohn Paul Gruber (geb. 1819) heiratet 1846 Maria Heinrich (geb. 1821) aus Schratzlsee und übernimmt mit ihr den elterlichen Hof in Grub.

Das Paar bekommt 2 Töchter:
*1847: Maria Gruber, stirbt 1882
*1849: Anna Gruber, stirbt bereits 1850

Die Ehefrau Maria Gruber, geb. Heinrich stirbt 1851.

Witwer Paul Gruber heiratet 1852 Theresia Spagl (geb. 1821) aus Rappold-Albaching.


ab 1867
Bruder Joseph Gruber (geb. 1832) übernimmt den Hof in Grub.

Zur ersten Ehefrau von Joseph Gruber ist leider nichts bekannt.
Das Paar bekommt 1 Tochter:
*1866: Therese Gruber, stirbt 1887

Joseph Gruber heiratet in zweiter Ehe die verwitwete Maria Speer, geb. Mangstl (geb. 1828). Sie bringt Tochter Anna Sperr (geb. 1862) aus erster Ehe mit Johann Sperr aus Vorderblumöd mit auf den Hof.

 
 
 
 

Die Geschwister Anna und Jakob Hundschell bleiben beide ledig und bewirtschaften gemeinsam den Hof in Grub.

 
 
 

Der Neffe von Anna und Jakob Hundschell Josef Hundschell jun. (*1946) übernimmt 1969 mit 23 Jahren den Hof und stellt den Betrieb nach einigen Jahren auf konventionelle Bullenmast um.

Austragsbäurin Anna Hundschell stirbt 1976, ihr Bruder Austragsbauer Jakob Hundschell stirbt 1982.

1987 wird Josefs Tochter Barbara geboren.

Josef Hundschell stirbt 2017.

 
 
 

Tochter Barbara übernimmt mit Lebensgefährten Florian Dilg den Hof.

2021 wird Sohn Marinus Leonhard Dilg geboren. Im gleichen Jahr heiraten Barbara und Florian Dilg.

Der Hof wird 2022 auf biologische Bewirtschaftung umgestellt und die ersten Murnau-Werdenfelser-Rinder ziehen ein.

2023 wird Sohn Leander Vitus Dilg geboren.